In diesem Verein werden die fünf Diakonischen Werke des Bundeslandes Niedersachsen Mitglied. Durch diese Konstruktion behalten die einzelnen Werke ihre Eigenständigkeit und können ihre starke Position in den Regionen ausbauen. Zugleich werden die Spitzenverbandlichen Aufgaben am Ort der politischen Landesvertretung konzentriert.
So kann die Diakonie politisch besser als Anwalt für hilfebedürftige Menschen oder als Lobby für diakonische Einrichtungen tätig werden. Diakonie in Niedersachsen e.V. übernimmt die spitzenverbandlichen Aufgaben der Diakonischen Werke Braunschweig, Hannovers, Oldenburg, Schaumburg-Lippe und der Ev.-reformierten Kirche.
Zur Gründungsfeier in der Marktkirche in Hannover referierte die Niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan zur künftigen Rolle der Wohlfahrtsverbände in der Gesellschaft. Özkan begrüßte die Neugründung. Sie erwarte, dass die Diakonie ihre Funktion als Anwalt der Menschen nun noch deutlicher wahrnehmen werde.
Sie freue sich auf die Zusammenarbeit, erklärte Özkan, denn sie habe die Diakonie als kritischen und fairen Gesprächspartner der Politik kennengelernt. Daneben behalte die Diakonie als Anbieter guter Pflege und anderer Dienste große Bedeutung. Der Wettbewerb auf dem Pflegemarkt müsse über das Qualitätskriterium "Mensch im Mittelpunkt" entschieden werden.
Der Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, Klaus-Dieter K. Kottnik würdigte die Neugründung als Neubildung eines der größten Verbände in der Bundesrepublik. Grußworte an den neu gegründeten Spitzenverband richten die Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen, Cornelia Rundt sowie der Vorsitzende des Sozialausschusses im Niedersächsischen Landtag, Roland Riese und der Vorsitzende des Rates der Konföderation Evangelischer Kirchen in Niedersachsen.